Situation und Tierschutz in Spanien

Tierschutzgesetz in Spanien

Seit 2003 gibt es Regelungen zum Tierschutz im spanischen Strafgesetzbuch. Allerdings hat jede der 17 autonomen Gemeinschaften eigene Verfügungen, die eine wirkungsvolle Umsetzung fast unmöglich macht. (Wen wundert’s: Schließlich vergnügt sich der spanische König immer noch gerne bei der Bärenjagd.)

Mit einer Haftstrafe bis zu einem Jahr kann bestraft werden, wer ein Haustier tötet, verletzt oder schwer in der Gesundheit schädigt.

Anzeigen von Privatpersonen werden jedoch häufig noch gar nicht verfolgt. Es fehlt bei Polizei die Einsicht, warum ein Verhalten, das Jahrzehnte legal war, plötzlich nicht mehr richtig sein soll.

Katalonien hat sich durch das Verbot des Stierkampfes als durchaus fortschrittlich hervorgetan. Außerdem ist das Töten von Straßenhunden verboten.

Das spanische Strafgesetzbuch wurde im Bereich Tierschutz erst im Jahre 2010 reformiert. Seit dem ist es zumindest leichter, Tierquälerei in Spanien vor Gericht zu bringen.

Heimatlose Hunde

Es gibt verschiedene Ursachen, weshalb ein Hund zum „Straßenhund“ wird.

 

Zum einen gibt es die Nachkommen ehemaliger, nicht kastrierter Haushunde. Sie verwildern, finden sich in kleinen Rudeln zusammen, übernachten in Erdhölen. Sie meiden in der Regel den Menschen, da sie häufig schlechte Erfahrungen gemacht haben.

 

Zum anderen gibt es die ausgesetzten Hunde, die ihr ehemaliger Besitzer (Privatpersonen, Jäger) nicht mehr gebrauchen kann. Die vermeintlichen Gründe für das Entsorgen des Tieres unterscheiden sich nicht von deutschen Verhältnissen. Ehemalige Familienhunde suchen den Kontakt zum Menschen, in der Hoffnung, einen neuen Beschützer und Versorger zu finden.

 

Gemeinsam ist ihnen allen: Sie sind schutzlos Übergriffen und Gefahren ausgesetzt. Hunger, schwere Verletzungen im Straßenverkehr, Vergiftungen, Krankheiten machen das vermeintlich freie Leben unerträglich.

 

Sicher ist jeder domestizierten Tierart ohne Heimat ein leidvolles Leben und früher Tod auf der Straße oder in der Tötungsstation.

Hundefänger

Es gibt zwei Kategorien von Hundefängern. Leider ist beiden der Tierschutzgedanke fremd.

 

Die legalen Hundefänger sind im Auftrag der Gemeinden unterwegs. Sie fangen freilaufende Tiere und liefern sie in Tötungsstationen ab.

 

Illegale Hundefänger haben den profitablen Nutzen der heimatlosen Tiere erkannt. Die eingesammelten Tiere lassen sich zu Geld machen bei der Abgabe an Versuchslabore oder den Verkauf als Kampfhund. Robuste Mischlinge werden auch gerne als Trainingsgerät für Stierkämpfer benutzt.

Staatliche Tierheime in Spanien

Besser bekannt unter dem Namen „Tötungsstation (span. Perrera)“.

 

Denn mit einem Tierheim nach deutschen Kriterien haben sie nichts gemeinsam. Ab Tag 8 der Aufnahme ist das Tier zum Töten freigegeben. Statt eines Pflegegeldes für das Bestreiten der Kosten eines aufgenommenen Tieres erhält der Betreiber ein Kopfgeld für jeden Kadaver.

 

Jeder Besitzer, der seinen Hund loswerden möchte, kann ihn in der Perrera abgeben. Ein Grund muss hierfür nicht angegeben werden. Für 30 Euro wird das Tier eingeschläfert (nicht zu vergleichen mit der fachkundigen Euthanasie eines todgeweihten Tieres in einer Tierarztpraxis nach deutschem Standard).

 

Auch mancher örtlich ansässige Tierarzt ist zur Tötung eines überflüssigen Tieres bereit.

Die Kosten sparen sich viele natürlich lieber und entsorgen den Hund durch Aussetzen auf der Straße.

Private Auffangstationen in Spanien

Auch in Spanien gibt es natürlich Menschen, die die Misere der Straßenhunde und der Tötungsmaschinerie nicht akzeptieren und aktiv werden. Viele kleine und große Auffangstationen, die sich ausschließlich aus Spenden finanzieren, zeugen davon.

 

Die Betreiber und ihre Helfer sind ehrenamtlich im Einsatz. Die Anstrengungen sind in einem Land, in dem Tierschutz nichts wert ist, besonders schwer. Auch die mangelnde Akzeptanz in der Bevölkerung dafür, etwas für Tiere zu tun, macht den Tierschützern zu schaffen.

 

Meist wird eine Auffangstation von einem Verein in einem Nachbarland (z.B. Deutschland) unterstützt. Nicht nur, um Spendengelder für Kastrationen, medizinische Versorgung und Futter zu generieren. Sondern auch, um ein neues Zuhause für die zumeist bestens sozialisierten Hunde zu finden.

 

Die Zusammenarbeit beruht auf langjährige vertrauensvolle Bindungen zwischen den Tierschützern in Deutschland und Spanien.

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