Nicole nimmt uns in ihrem Bericht mit nach Martos ins Refugio, zu Freunden...

Sechs Tage in Martos…nicht nur ganz nah dran, sondern mittendrin dabei…

 

Donnerstag, 29.08.2013



Endlich, es geht los! Nach drei langen Monaten Wartezeit ist es wieder soweit: Mein Koffer ist gepackt, die Nerven sind gebündelt, startklar bin ich sowieso immer - ab zum Fughafen! Martos, ich bin auf dem Weg!

Nach Bus, S-Bahn, anstrengenden zwei Flügen inkl. Verspätungen kommt der
letzte Teil der Hinreise, der schönste: Die Fahrt vom Flughafen Malaga nach
Martos durch die wunderschöne Landschaft Andalusiens. Je mehr wir uns nähern, umso aufgeregter werde ich, desto mehr klopft mein Herz.

Nach langer Fahrt dann das Willkommensschild der Provinz Jaen, ein paar Kilometer später das erste Hinweisschild, auf dem auch „Martos“ steht. Dann der Moment, wenn man von weitem zum ersten Mal den Hausberg „La Peña“ sieht und schon wenig später die ganze Stadt Martos in ihrer vollen Schönheit…inmitten der unendlich scheinenden Olivenhaine…dann ist es da, das Gefühl, irgendwie nach Hause zu kommen. Angekommen…alles ist so vertraut…ich bin wieder da. Es wird ein wunderschöner Wiedersehensabend.

Freitag, 30.08.2013



So, natürlich geht es gleich morgens zu den Hunden ins Refugio! Wie immer ist das sehr emotional für mich…das erste Mal wieder ins Refugio fahren, alle Hunde sehen, zu schauen, was sich seit dem letzten Mal verändert hat, was das Team wieder Tolles geleistet hat in der Zwischenzeit. Vor allem das Wiedersehen mit den Hunden, die ich schon/noch von den letzten Aufenthalten kenne, ist bewegend.

Vom Horror der vorigen Nacht mit den Gewittern und dem sintflutartigen Regen ist fast nichts mehr zu sehen, nur noch ein paar Pfützen. Unglaublich. Aber die Sonne in Andalusien hat viel Kraft, fast scheint es, als sei nichts gewesen…dabei war in der letzten Nacht und noch am Morgen alle vom Refugio-Team in Alarmbereitschaft und schwer im Einsatz um der Wassermassen Herr zu werden, die ja bis in die Zwinger eindrangen. Wir alle haben die Fotos und Videos gesehen...

Oscar zeigt mir gleich die neue Kameraanlage, die von einem großzügigen Spender aus Süddeutschland finanziert wurde, und erklärt mir alles. Auch ein paar Videos bekomme ich zu sehen. Ich bin beeindruckt! Das war eine sehr gute und wichtige Investition! Erstaunlich
und vor allem unglaublich, was sich ab und an um das Refugiogelände herum abspielt, sobald sich gewisse böswillige Leute unbeobachtet glauben… Aber dank der Kameras und der Beweise, die man dadurch in der Hand hat, werden diverse Aktionen wie das „Entsorgen“ von Hunden über den Zaun, aus welchen Beweggründen auch immer, bald der Vergangenheit angehören.

Nun aber die Hunde! So viele Hände bräuchte man zum Begrüßen und Streicheln! Wie immer lechzt jeder einzelne nach ein wenig Zuwendung, alle drängen sich um einen herum und freuen sich so sehr, wenn man sie auch nur kurz beachtet! Die zwei Rudel funktionieren gut, alle Hunde können sich in ihrem Terrain frei bewegen, haben auch geschützte Rückzugsmöglichkeiten… sie sind gut drauf, spielen, rennen und es ist so schön das zu sehen.

Nie werde ich die Anfangszeit vor Jahren hier vergessen, als noch jeder Hund in einem engen Zwinger saß und den ganzen Tag darin ausharren musste, ohne Auslauf, ohne soziale Kontakte, isoliert und traurig von allem was leben heißt. Oft auch resigniert und traumatisiert…

 

Ein paar Neuzugänge müssen zwar die erste Zeit auch noch von den anderen isoliert werden, um eventuelle Ansteckungen zu vermeiden und auch um zu prüfen, wer mit wem verträglich ist usw. Aber auch wenn einem diese „Neuen“ leid tun in ihren separaten Zwingern, so weiß man doch, dass es nicht lange dauert und dann können auch sie in einem der Rudel mitlaufen oder sogar frei auf dem Refugiogelände wie z.B. Nati und Ulyses.

Bestes Beispiel ist Brugal, den ich im Mai während meines letzten Aufenthalts als Neuzugang in einem dieser Zwinger erlebt habe und der mir auch so leid getan hat. Heute sehe ich ihn glücklich und sogar als Rudelchef mit den anderen zusammen herumtoben. Das ist einfach toll!

Besonders nah geht mir heute die neue Hündin Mary Lou, eine dünne Podenca, die als letztes Zaunopfer über selbigen geworfen wurde… das Resultat dieser „tollen“ Aktion: Sie hat neben den Verletzungen durch den Sturz auch noch Bisswunden abbekommen…sie ist im Moment noch alleine in einem der alten Zwinger zur Beobachtung, bis sie in ein passendes Rudel integriert werden kann. Und sie leidet furchtbar unter dieser Situation, versteht die Welt nicht mehr.

 

Was mag sie wohl vorher schon Schlimmes erlebt haben? Sie weint die ganze Zeit traurig und derart intensiv vor sich hin…es geht mir durch und durch. Wenn wir sie rauslassen, weiß sie nicht, was sie zuerst machen soll: rennen, fressen oder sich streicheln lassen. Sie versucht alles auf einmal und bekommt dadurch alles durcheinander. Total nervös rennt sie herum, kommt immer wieder her, frisst schnell ein paar Brocken und hört doch nie auf mit dem verzweifelten Weinen, sie beruhigt sich nicht…und dann muss sie wieder zurück in den Zwinger.

Wir müssen weitermachen….es sind so viele Hunde da, zu viele, um Zeit genug für all die zu haben, die ganz besonders viel Zuneigung und Ruhe bräuchten…also durchatmen und weiter zum nächsten Zwinger. Hunde rauslassen, putzen, kehren, wischen, füttern, Wasser tauschen, evtl. Tabletten geben, Augentropfen verabreichen, baden und natürlich Streicheleinheiten verteilen…

Obwohl fast alle anderen auch bellen, höre ich das Weinen von Mary Lou heraus…

Familienhund, Spanien, Tierschutz, Hunde in Not, Senioren, Welpen, Hündin, Rüde, Malaga, Hundehilfe, Spenden, richtig sinnvoll vererben, Hunde suchen ein Zuhause, Oliven, Suche Hund Mary-Lou: Wem darf sie ihre Liebe geben? Zuhause dringend gesucht!!!

Oh ja, man braucht ein dickes Fell hier, ein sehr dickes, das ist nichts Neues…und ich habe es nicht…und doch sind es gerade solche Situationen, die einen immer wieder aufs Neue und noch mehr motivieren und einem zeigen, wie sehr es sich lohnt zu helfen, wie sehr sich jedes Streicheln bezahlt macht. Jedes Quäntchen Zeit ist kostbar für unsere Vierbeiner.

Zurück von diesem ersten Tag im Refugio mit allem drum und dran, frisch geduscht und mit dem nun wohlverdienten Kaffee vor der Nase, geht mir so vieles durch den Kopf. So viele Emotionen jedes Mal, gestern noch in Deutschland, heute direkt rein ins Geschehen, so intensiv, das muss sich erst setzen…und doch wird mir wieder bewusst, wie sehr ich hier sofort absorbiert werde von allem, es ist dieses  Gefühl, dass es völlig normal ist hier zu sein,  Ich fühle mich nicht als Gast in Martos, ganz und gar nicht. Es ist als würde ich das jeden Tag machen, es ist nicht als wenn man zu Besuch ist und alles gezeigt bekommt, alles nur anschaut. Nein, für mich fühlt es sich an, als  würde ich zurückkommen zu einem normalen Alltag, wieder eins werden mit dem normalen Leben hier…als hätte ich ein Parallelleben hier, von dem ich „nur“ drei Monate weg war.

Samstag, 31.08.2013



Samstagmorgen! Und los geht es wieder ins Refugio zu unseren Schützlingen! Oscar und Santi versorgen die Hunde medizinisch und besprechen dies und das. Juan, Marta und ich machen den täglichen Refugiodienst, das übliche Procedere. Nach und nach die Hunde rauslassen, füttern, Wasser austauschen, Tabletten geben, Zwinger reinigen und zwischendurch natürlich so viele Streicheleinheiten wie nur möglich verteilen. Was für eine emotional und körperlich harte und doch zugleich so schöne Arbeit. Näher dran geht kaum. Heute weiß ich schon bei fast allen, wer welches Futter bekommt, wer mit wem kann usw. Das Martos-Team und ich arbeiten Hand in Hand, einwandfrei, es fühlt sich gut an, sehr gut!

Der Galgomix-Welpe Jimeno tut mir sehr leid. Er ist noch so jung, möchte spielen und gestreichelt werden, toben und die Welt entdecken. Und muss stattdessen 24 Stunden im Zwinger ausharren, bis einer von uns kommt zum Saubermachen, Füttern und Streicheln. Ein paar Minuten kann er dann raus und versucht so viel wie möglich mitzunehmen für die nächsten 23 Stunden. Bald darf er zu den anderen ins Rudel, das tröstet mich wenigstens ein bisschen, als ich ihn wieder in seinen Zwinger stecken muss, Doch schwer schlucken muss ich trotzdem…diese Augen, sie betteln mich an, verstehen nicht. Wie sollen sie auch verstehen, er hat nichts verbrochen… Jimeno erinnert uns alle sehr an Careto/Blacky, er hat fast die gleiche Zeichnung, nur dass ihm irgendeine widerliche menschliche Kreatur die Ohren „kupiert“ hat. Nicht drüber nachdenken…man darf über so etwas einfach nicht nachdenken…sonst…

Auch die Omas und Opas, die im Refugio aufgenommen wurden, weil sie ihr Zuhause verloren haben, treffen mitten ins Herz. Und bei ihnen war es wirklich die finanzielle Not, die diesen Schritt nötig gemacht hat. Das ist sehr bitter für alle Beteiligten, aber am schlimmsten für diese kleinen Senioren, die sehr unter der Situation leiden. 10 Jahre in einer Wohnung, wohlbehütet und dann plötzlich im Zwinger…wie soll man  beschreiben was man fühlt, wenn man vor ihnen steht?

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Sonntag, 01.09.2013



Tja, und täglich grüßt das Murmeltier, Euch Lesern mag es eintönig erscheinen, aber das ist es ganz und gar nicht…

…denn auch heute am Sonntagmorgen geht es direkt ins Refugio und los geht die tägliche Arbeit. Nun bin ich schon eingearbeitet, weiß genau, welcher Hund mit welchem zusammen toben darf, wer welches Spezialfutter bekommt, wer futterneidisch ist und getrennt gefüttert werden sollte, wer ganz besonders viele Streicheleinheiten braucht…ich fühle mich, als würde ich diese Arbeit schon seit Wochen und Monaten machen und nicht erst wieder seit vorgestern. Deutschland? Weit, weit weg…

 

Heute gibt es noch ein Highlight, es ist ein schöner Tag für uns alle: Denn der liebe Moreno hat ein Zuhause in Martos gefunden und wird nachher abgeholt. Wir bürsten und baden ihn noch, bevor sein neues Leben beginnt! Was für Emotionen, ihn so zu sehen, ein wunderbarer Hund! Man erinnere sich an die ersten Fotos von ihm, das Häufchen Elend von damals, die Wunden…man kann es kaum glauben. Das kann nicht der Hund gewesen sein, den ich hier gerade bade und hübsch mache für sein Zuhause! Hut ab vor all den Helfern, die ihn so toll gepäppelt und gepflegt haben. Solche schönen Tage sollte es öfter geben hier im Refugio. Das ist Motivation pur für alle!

Familienhund, Spanien, Tierschutz, Hunde in Not, Senioren, Welpen, Hündin, Rüde, Malaga, Hundehilfe, Spenden, richtig sinnvoll vererben, Hunde suchen ein Zuhause, Oliven, Suche Hund Moreno - liebevoll gesundgepflegt von Oscar

Montag, 02.09.2013

 

Heute haben wir eine kleine Änderung im Programmablauf: Morgens fährt Oscar mit mir direkt nach Linares. Diese Stadt ist recht weit weg und der Vormittag geht mit der Hin- und Rückfahrt fast dafür drauf. In Linares ist eine große, sehr gut geführte Hundepension, die vielen Tierschutzvereinen in der Umgebung hilft. Dort können Hunde recht günstig in Pension gegeben werden, eine liebevolle Betreuung mit Auslauf und zweimal täglich Zwinger putzen und füttern ist garantiert.

 

Die Anlage gehört zwei Tierärzten, die in Linares eine große Tierklinik betreiben. Im Moment haben wir dort zwei Hunde, Antonia und Marian.

 

 

Familienhund, Spanien, Tierschutz, Hunde in Not, Senioren, Welpen, Hündin, Rüde, Malaga, Hundehilfe, Spenden, richtig sinnvoll vererben, Hunde suchen ein Zuhause, Oliven, Suche Hund Zara leidet schwer im Zwinger - Zuhause dringend gesucht!!!

Die dritte Hündin, sie heißt Zara, holen wir heute ab und bringen sie zu uns ins Refugio. Ihre ehemalige Besitzerin konnte (wollte?) sie nicht mehr haben, hat aber zumindest eine Zeit lang die Pension bezahlt, bis heute eben. Deshalb wird Zara heute umziehen nach Martos zu unseren anderen Hunden. Dadurch bekomme ich die Gelegenheit, auch endlich mal die große Tierpension hier anzuschauen. Sehr
beeindruckend und gut organisiert! Gut, dass es hier auch Menschen wie diese zwei Tierärzte gibt und dass durch deren Angebot immer wieder geholfen wird. Die Vierbeiner bekommen regelmäßig Auslauf im Patio draußen, so können sie sich austoben, rennen und spielen.

 

Unsere Zara kommt sofort her und will vom ersten Moment an nur eins: gestreichelt werden! Sie hat gar keine Angst, ist nur zart und lieb, anschmiegsam und verschmust. Wieder mal eine mit diesen goldenen Honigaugen, die Dich nicht loslassen… Ohne zu zögern kommt sie mit und steigt ins Auto ein. So eine liebe Hündin! Ach je, und man ahnt es schon…mir zieht es alles zusammen, als ich sie nach der Fahrt im Refugio dann in den Zwinger stecken muss. Sie möchte nichts fressen, kommt immer nur wieder her und legt ihre Pfoten auf meine Schultern, um noch ein paar Streicheleinheiten abzubekommen…ufff…wie war das mit dem dicken Fell? Zara geht mir nicht mehr aus dem Kopf, den ganzen Tag nicht und bis heute nicht... Sicher versteht sie die Welt nun erst recht nicht mehr…

 

Dienstag, 03.09.2013

 

Dienstag schon? War nicht mein Rückflug an einem Mittwoch?! Dann ist heute mein letzter voller Tag in Martos für mich? Oh nein, nein, nein, das kann doch nicht sein! Wo ist denn die Zeit geblieben? Ganz schnell verdrängen diese Tatsache…weit wegschieben, morgen beim Abschied ist noch genug Zeit für den dicken Kloß im Hals…

 

Lieber direkt zurück zum Alltag hier… Heute Morgen fahren Oscar, Marta und ich zu dem Hund Ginger, der schon seit zwei Jahren zur Vermittlung steht, aber nach wie vor bei seinen Besitzern auf deren Privatgelände lebt. Es gibt eventuell einen Interessenten für Ginger, mit ihm machen wir den Besuch dort. Dem Mann ist Ginger zu klein, na gut, wir haben noch einen anderen Vorschlag:

Auf dem Firmengelände eines großen Unternehmers in Martos ist ein Welpe gefunden worden.

 

Ein Welpe mit riesengroßen Pfoten… Wir fahren hin, holen den (noch) Kleinen ab und bringen ihn erst mal zu Santi, unserem Tierarzt. Nach der Untersuchung geht es ins Refugio, wo wir ihn erst mal sehr gründlich baden. Aus dem grauschwarzen, stinkenden Bündel wird ein wunderschöner sauberer Hund, ein Mix aus Wölfchen, Schäferhund und Mastin? Wer weiß das schon so genau… Morgen Vormittag möchte der Interessent kommen und ihn sich anschauen. Wer weiß, vielleicht gibt es ein Happy-End!

 

Nachdem der „Neue“ nun gut versorgt ist, machen wir uns an den normalen Refugiodienst.

 

Wie viele Wochen bin ich schon da? Es kommt mir vor, als seien es schon sehr viele! Alles so selbstverständlich, voll integriert, ich fühle mich „richtig“ hier.

 

 

Ach je, und nun zu meiner Zara…sie frisst wieder nichts. Raus aus dem Zwinger möchte sie nichts anderes als gestreichelt werden...ein paar Brocken Futter nimmt sie nach einer Weile zwar einzeln aus meiner Hand, aber das ist kaum der Rede wert... Sie nach etlichen Versuchen und streicheln wieder zurück in den Zwinger zu sperren ist schwer…sie tut mir so leid. Und doch kann ich im Moment nicht mehr für sie tun.

 

 

Mittwoch, 04.09.2013

 

Er ist da der Mittwoch, Abreisetag?! …was soll ich dazu sagen, schreiben, erzählen. Wer mich kennt, weiß, dass ich an diesem Tag nicht die normale Nicole bin, an diesem Tag fehlen mir die Worte, der Kloß im Hals ist groß und dick…Abschied nehmen ist nicht mein Ding, noch nie gewesen.

 

Ich will nicht! Nicht jetzt schon! Verdrängen geht heute nicht mehr, denn ich muss zwangsläufig die Tasche packen, diese Tatsache macht ein Ignorieren unmöglich.

 

Frühmorgens noch einmal Refugiodienst mit Joaquin und Oscar und allem was dazugehört, alles so normal und doch ist mir wehmütig bewusst, dass ich morgen früh nicht dabei bin und übermorgen auch nicht…und auch nächste Woche noch nicht wieder… Wie immer berührt mich all das hier am letzten Tag, nur wenige Stunden vor der Abreise, noch mehr als sonst.

 

 

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So selbstverständlich bin ich dabei, streichle, füttere, kratze die Sch… vom Boden – und doch weiß ich, dass es eben nicht  selbstverständlich ist, denn in ein paar Stunden werde ich schon im Flugzeug sitzen. Oder besser gesagt, mein Körper wird drinsitzen und zurück nach Deutschland fliegen. Meine Seele und mein Herz bleiben hier in Martos, bei all den lieben Zwei- und Vierbeinern…sie
fliegen nie mit zurück, denn sie gehören hierher, schon lange.

 

Und meine Zara frisst wieder nicht, schmiegt sich zärtlich an mich…und das heute beim Abschied…

 

Zusammen mit Joaquin bade ich alle Hunde, die heute mit mir reisen dürfen…für sie ist es ein großer, ein schöner Tag, ihre Reise in ein
neues Leben, in ein besseres.

 

Viel zu schnell fliegt mir der Vormittag davon. Nun sind alle Hunde versorgt, alle Zwinger geputzt und auch für die Reise ist alles vorbereitet.

Schnell duschen und noch einen Kaffee zum Abschied. Diese randvollen Tage kurz Revue passieren lassen, nicht glauben wollen, dass es schon vorbei ist. Traurig, wehmütig und doch auch glücklich und voller Dankbarkeit für eine wieder mal wunderbare intensive Zeit. Dankbarkeit nicht nur für die Zeit, die ich im Refugio und mit der Tierschutzarbeit verbracht habe…nein, auch und vor allem für die Zeit drum herum mit all den Menschen, die mir so ans Herz gewachsen sind. Für all die privaten Momente fern vom Tierschutz in und um diese Stadt Martos, für all die Treffen, die Gespräche, die Freundschaften, die Einladungen, das leckere Essen, die schönen Abende, die Spaziergänge, die Ausflüge, für all das und noch vieles mehr...mil gracias.

 

Jetzt heißt es wieder mal Abschied nehmen….das ist der schwerste Part... Die Hunde sind schon im Auto und warten...wir fahren aus Martos raus, Richtung Malaga…zum Flughafen. Ich schaffe es nie ohne Tränen. „Tausend Dank für alles, ihr lieben  Martosmenschen“! Ich ziehe wie immer ganz tief meinen Hut vor Euch und Eurer Arbeit…ich bin glücklich und stolz darauf, Euch zu kennen und immer wieder „mittendrin dabei sein“ zu dürfen. Ein Teil von mir steigt in das Flugzeug und fliegt zusammen mit unserer wertvollen Fracht nach Deutschland…um auch dort wieder von vielen Emotionen überrollt zu werden…bei der Ankunft unserer Schützlinge in ihr neues Leben.
Unvergessliche Szenen…es lohnt sich immer, immer wieder…

 

 

 

Bis
hoffentlich ganz bald…wenn ich wieder nicht nur ganz nah dran sondern mittendrin
dabei sein werde…nos vemos.

 

 

 

Nicole

 

 

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