Besuchsbericht März 2018

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Der März überraschte in diesem Jahr das sonst unter Hitze und Dürre leidende Andalusien mit einem Jahrhundertregen und unvorstellbaren Wassermassen. Die Böden waren nach wenigen Tagen übersättigt. Das karge, eher steppenähnliche Land, in dem Olivenbäume prächtig gedeihen, verwandelte sich in eine groteske Landschaft aus Seen und reißenden, schlammigen Bächen. Nicht nur für die Streuner auf den Straßen eine Katastrophe. Die schlechten Nachrichten von unserem spanischen Tierschützer-Team in Martos beunruhigten uns sehr.

Die Wassermassen verschlammten die Zwinger, unterspülten Böden, fraßen mit übernatürlichen Kräften dubiose, unendlich tiefe  Löcher in die Freilaufgehege.

 

Wir zögerten nicht lange und organisierten uns kurzfristigen ein Fahrzeug, um die Schäden vor Ort in Spanien zu begutachten. 4.006 km Gesamtstrecke plus Verteilstrecke am Ende der Reise, das kann man nur in einem guten Team bewältigen.

 

Mein Kumpel Ralph, ehemaliger Fernfahrer und viele Jahre auf den Straßen von Frankreich und Spanien unterwegs, sorgte für das Straßen-Know-How und Fahrzeugequipment von der Sicherheitsweste bis zum Zewa. So gut begleitet konnte ich mich ganz dem Organisatorischen widmen.  Neben den Reisevorbereitungen war besonders wichtig, die Tiere zu definieren, die mit uns ausreisen sollten, damit die Zwinger möglichst leer werden. Warum, das erfahren Sie später. Und natürlich jede Menge Brote zu schmieren, um das Marschgeld gering und - besonders auf der Rückreise - die Pausen so kurz wie irgend möglich zu halten.

Am Sonntag geht’s los. Mit einigen Spenden und Transportboxen bestückt, starten wir unsere erste Etappe von 2.003 km.

Nach 24 Stunden haben wir unser Ziel erreicht und begegnen am ersten Abend gleich wieder den Streuner-Katzen, die um das Hotel herum ihr Dasein fristen.

Inzwischen aber sind wir beim Anblick etwas beruhigter, wissen wir doch, dass unsere Tierschutzfreundinnen Mariecarmen und Toni mit einem kleinen Freundeskreis von Katzenfans sich um die verschiedenen Kolonien kümmern, täglich füttern und nach kranken und tragenden Tieren Ausschau halten.

Im Industriegebiet stellen Arbeiter den Katzen Zufluchtorte – wie diese Lagerhalle – mit Kartons als Unterschlupf zur Verfügung.

In einer Kolonie konnten wir innerhalb von knapp drei Wochen 15 Kätzinnen kastrieren.

 

Ein Tierarzt vor Ort gewährt uns einen Sonderpreis von EUR 59,00 pro Katze. Der einzig wirksame Ansatz, um nachhaltig Tierleid zu vermeiden, sind konsequente Kastrationsprojekte. Bitte übernehmen Sie eine Patenschaft und spenden Sie unter dem

 

Stichwort „Katzenkastration“

Spendenkonto SOS Martosdogs e.V.

Sparkasse Zollernalb

IBAN DE20 6535 1260 0134 0444 75

BIC: SOLADES1BAL

Vielen Dank!

Luna ist eines von vier Katzenbabys, die großes Glück hatten. Eine Katzenfreundin hat ihre tragende Mutter bis zur Geburt beobachtet und die Babys dann in Sicherheit gebracht.

PS: Die Mama wurde inzwischen kastriert und die Kleinen leben heute in einem Katzenparadies.

Am Mittag fahren wir dann in unser Hunde-Refugio. Wie üblich werden wir vom diensthabenden Wachpersonal Nati und Claus am Tor empfangen.

Damit wir in Ruhe die Wasserschäden begutachten und uns die anderen Vierbeiner, die wir bisher nur von Fotos kennen, näher betrachten und besser kennenlernen zu können, werden Nati und Claus kurz in einem der Außenzwinger geparkt. Wir packen unsere Kauknochen aus, die wir in verschiedenen Variationen gegen die Langeweile mitgebracht haben.

Bestechungsversuch geglückt: Nati, Claus und alle Zwingerhunde bekommen ein Beschäftigungsangebot für die Zähne. Die Hingabe, mit der die Knochen sofort bearbeitet werden, zeigt, dass wir hier mit unserer neuen Aktion genau richtig liegen.

Refugio verbringen. Wir wollen ihnen ein tägliches kleines Extra gegen die Tristesse organisieren.

Über Ihre Patenschaft ab 5,00 EUR pro Monat unter dem Stichwort „Kauknochen gegen Langeweile“ freuen sich Nati, Leo, Sombra, Luna und Trueno!

 

Spendenkonto SOS Martosdogs e.V.

Sparkasse Zollernalb

IBAN DE20 6535 1260 0134 0444 75

BIC: SOLADES1BAL

Bisher war unser Aufenthalt von vielen positiven Eindrücken begleitet. Der Einsatz unserer Tierschützer in Martos, der Zusammenhalt im Team, das sind die großen Pluspunkte, die unsere Arbeit vor Ort so erfolgreich macht und die wir anderen Organisationen weit voraus haben. Wir können uns aufeinander verlassen und wissen unsere Tiere in besten Händen. Unsere Spenden werden so eingesetzt, wie wir es gemeinsam entscheiden. Wir erhalten für alle Spendengelder Nachweise in Form von Tierarzt-, Futter- und Baumaterialrechnungen. Wir kennen den Tierarzt. So funktioniert Auslandstierschutz nachhaltig und wirklich zum Wohl der Tiere.

 

Der Hauptteil unseres Besuches ist weniger schön. Sehr bestürzt betrachten wir die Zwinger, bzw. das, was das Wasser aus unseren schönen Schutzräumen gemacht hat.

Die Zwinger sind unterspült, seltsame Löcher haben sich in den Grund gegraben. Es bröselt, bröckelt und rostet an allen Ecken. Oscar erläutert uns, dass erhebliche Arbeiten anstehen, um die Anlage wieder vollständig bewohnbar zu machen. Aktuell können keine neuen Hunde aufgenommen werden.

 

Bitte helfen Sie uns beim Wiederaufbau! Ihre Spende unter dem Stichwort „Schutzräume“ fließt direkt in die Reparaturmaßnahmen – für die Straßenhunde in Martos.

 

Spendenkonto SOS Martosdogs e.V.

Sparkasse Zollernalb

IBAN DE20 6535 1260 0134 0444 75

BIC: SOLADES1BAL

Vielen Dank!

Einen schönen Abschluss bildet dann das Kennenlernen unserer Refugio-Bewohner. Marcela wird bald nach Deutschland zu mir kommen. Für mich ist es sehr wichtig eine realistische Einschätzung zu bekommen, wie groß ihre Angst vor Menschen wirklich ist. Die Angsthunde sind meine Spezialität. Es ist immer wieder schön die Verwandlung, die sich in einem ruhigen, sicheren Zuhause bei jedem ängstlichen Hund mal früher, mal später einstellt, zu erleben.

Marcela ist schüchtern, aber zugleich auch neugierig. Sie hat keine Probleme, einen unserer Vesperbeutel uns vor der Nase wegzuschnappen. Ihr Köfferchen kann sie schon mal packen. Spätestens im Sommer, wenn ich eine Urlaubsphase von drei Wochen habe, wird sie zu mir ziehen dürfen.

Auch unsere drei anfangs extrem ängstlichen Podenco-Mixe Mary, Vimi und Juli haben sich durch die gute Sozialisierungsarbeit unserer spanischen Tierschützer  im Refugio gemacht. Sie haben teilweise Interessenten und dürfen im Laufe des Jahres ausziehen.

Eigentlich wollten wir uns unbedingt mit Marta, Gründungsmitglied in Martos und eine der verlässlichsten und engagiertesten Stützen vor Ort, treffen. Solche Pläne geraten schnell durcheinander, wenn ein dringender Tierschutzfall gemeldet wird.  Ihr wurde eine schwer verletzte kleine Podenca gebracht, die nun auf dem schnellsten Wege nach Valencia in eine Spezial-Klinik zur tierärztlichen Versorgung gefahren werden muss.

Der Tag der Abreise gestaltet sich immer unter großer Anspannung für uns Fahrer.

Nicht nur die lange Fahrt fordert uns Respekt ab. Im Gegensatz zur Hinfahrt, haben wir nun besonders kostbare Fracht an Bord und eine große Verantwortung!

Zum Glück ist die spanische Fröhlichkeit unseres Martosteams ansteckend, was uns richtig gut tut.

Das gesamte Refugio Team ist schon seit Stunden auf den Beinen und hat sich eingefunden, um uns beim Beladen unserer süßen Passagiere zu helfen. Oscar hat natürlich lange im Vorfeld dafür gesorgt, dass alle Impfungen, Kastrationen und Entwurmungen durchgeführt und die Tiere mit Chip und Reisepass ausgestattet sind.  

PS: Alle haben sich vorbildlich verhalten. Kein Mucks, kein Gejammer …unglaublich!

Ein paar Tage nach unserer Rückkehr  in Deutschland suhlen wir uns in den Fotos, die wir von den Hunde- und Katzenparadiesplätzen unserer vierbeinigen Passagiere  aus der neuen Heimat zugeschickt bekommen.

Eine unserer tragenden Mamas hat in der Zwischenzeit ihre 5 Babys in Geborgenheit und Wärme zur Welt bringen dürfen.

 

Unser Motivations-Akku ist nach unserem Aufenthalt wieder bis zum Maximalstand gefüllt!!! Über die Notwendigkeit unser aller Hilfe sind wir uns sicher einig. Ich hoffe, dass mein Bericht dazu beiträgt, Ihnen die sinnvolle Verwendung Ihrer Spendengelder plastisch zu zeigen.

Stellvertretend für alle, die mitreisen durften, besonders aber für die, die noch auf den Straßen von Martos herumirren, sage ich herzlich „Danke!“ all‘ den Menschen, die uns treu zur Seite stehen! Nur durch Ihre Spenden können wir den Tieren helfen.

Haben Sie Fragen, die mein Bericht nicht beantworten kann? Gerne dürfen Sie mich persönlich über das nachfolgende Formular ansprechen. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass ich neben Vollzeitberufstätigkeit, Nebenerwerb zur Finanzierung meiner Tierschutzarbeit und meiner lieben Familie nicht immer sofort erreichbar bin.

Ihre Barbara Rigutto

1. Vorsitzende SOS Martosdogs e.V.

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Wir waren in Martos

Ein Papa + zwei Mamas = sieben Babys

Kastrationen in der Katzenkolonie Martos

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