Was ist überzeugender als Nicole's Live-Aufnahmen von ihrem Besuch in Martos?

Tag 1: Nach sieben langen Monaten ist es endlich wieder soweit! Mein Flug nach Malaga hebt pünktlich am frühen Sonntagmorgen ab und ich werde knapp drei Stunden später schon am Flughafen Malaga von Ana und Antonio erwartet. Erst spät abends kommen wir in Martos an. Denn wir nutzen den Tag, um die liebe Verwandtschaft in der Nähe von Malaga zu besuchen und einen schönen Tag am Meer mit viel Sonne und blauem Himmel zu verbringen. Man könnte fast meinen, es sei Urlaub. Denn klar, so schön kann Spanien sein und so schön ist es auch…so ein wenig kommt dieses Gefühl auf in der warme Sonne am milden Mittelmeer unter Palmen an jenem Sonntag. Wenn…ja wenn da nicht die Gewissheit wäre, dass der Schein trügt, denn es gibt auch die andere Seite. Spätestens am nächsten Tag, wenn ich zum ersten Mal wieder bei den Hunden in den Zwingern bin, werde ich wissen, dass Urlaub „anders“ ist…

Abends spät in Martos sehe ich noch die Hündin Tina und ihren Welpen Chaplin! Dank vieler lieber Menschen in Deutschland konnte Tina nach einem Autounfall schnell und erfolgreich operiert werden – nur so war es möglich, ihr gebrochenes Bein zu retten. Nur vielen glücklichen Zufällen war es zu verdanken, dass auch ihr Baby Chaplin gefunden und gerettet wurde. Ich weiß noch, wie ich nach Erhalt der Unfallnachricht in Deutschland saß und an den oder die mir unbekannten Welpen dachte, die nun hungrig irgendwo auf ihre Mama warten… Die aber in einen Autounfall mitten in Jaen verwickelt wurde und nicht zurückkommen würde, da sie nun verletzt im Refugio in Martos erstversorgt wurde. Denn anfangs hatten wir ja nur die verletzte Tina mit viel Milch – wo ihre Welpen sind, ob sie überhaupt leben, konnte niemand wissen. Aber das ist mal eine der Geschichten, die gut ausgehen. Ihr Reiseticket in ihr neues Leben haben die beiden schon lange in den Pfoten…nur noch ein paar Tage! So falle ich denn müde nach dem langen Reisetag und voller gemischter Gefühle auf den morgigen Tag ins Bett – schwankend zwischen der Freude, endlich bei den Hunden zu sein und der Angst, wieder das Leid zu sehen und doch nicht allen helfen zu können. Die emotionale Achterbahnfahrt ist wie immer vorprogrammiert.

Tag 2:

So, heute geht es richtig los. Martos, ich bin wieder da! Gleich morgens geht‘s zum Refugio, ich kann es kaum abwarten! Vorher fahren wir noch bei einer großen Gärtnerei vorbei, wo schon seit Tagen immer wieder eine kleine schwarz-weiße Hündin gesichtet wird, die zwei Welpen bei sich hat. Ich sehe sie sogar über die Straße huschen, aber sobald sie Menschen sieht, rennt sie schnell weg… Nach einer Weile sehen wir plötzlich auf dem Gärtnerei-Gelände einen der Welpen – eine kleine Handvoll Hund, der ängstlich, aber auch neugierig inmitten der Pflanzen steht und uns anschaut. Wir überlegen nicht lange und nehmen ihn kurzerhand mit. So ist wenigstens er gerettet und kann dem Tierarzt vorgestellt werden, er hat nämlich viele Krusten im Gesicht und am Hals – das könnte eine schlimme Allergie sein. Vielleicht auf Pflanzenschutzmittel? Dort wird sicher viel gespritzt… Wir werden wieder kommen, um seinen Bruder und seine Mutter zu finden und weisen die Leute dort an, Futter hinzustellen, um die kleine Familie in der Nähe zu halten…

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Nun geht es ins Refugio: Ich freue mich auf die Hunde! Heute wird direkt dort unser lieber großer „Bär“ Crispin kastriert und ich darf dabei sein! Das ist aufregend, zumal so ein großer Mastin eh etwas Besonderes ist und Crispin sowieso. Er begrüßt alle freudig wie immer. Er hat einfach ein riesengroßes Herz und ist die Gutmütigkeit in Person. Neben Antonio sind auch Estrella und Toni da – und natürlich der Tierarzt, der schon im Containerhaus auf dem OP-Tisch die nötigen Vorbereitungen trifft. Die ganze Kraft von vier Personen brauchen wir, um den in Narkose liegenden Crispin auf den Tisch zu hieven. Die OP an sich geht recht schnell und alles geht gut. Während Antonio mit Toni schnell wegfahren muss, weil die zwei Galgos, die schon seit Monaten beobachtet werden, von Inma gesichtet worden sind, bleiben Estrella und ich bei dem noch schlafenden Crispin. Wir wachen über ihn während er aufwacht und passen auf, dass er keine Dummheiten mit seiner Wunde veranstaltet.

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Nach langer Zeit des Wartens und des Betüttelns von Crispin werden wir abgeholt und hören, dass die Galgos in Sicherheit sind! Beide konnten eingefangen werden, es hat ca. ein Jahr gedauert! Endlich! Das Galgopaar wurde immer nur zusammen gesehen, ein wunderschöner weißer Rüde und eine braune Hündin, seine Partnerin – ab heute heißen sie Julieta und Romeo. Sie haben sich trotz des harten Lebens auf der Straße nie im Stich gelassen. Aber leider gibt es auch hier zwei Seiten: Neben der Freude über die Rettung der beiden ist da auch große Traurigkeit - denn der Erfolg kam ein paar Tage zu spät. Julieta, eine zarte braune Hündin, hatte neugeborene Welpen – am Ortsrand in der Pampa zur Welt gebracht…sie waren heute verschwunden… Oft suchen die brutalen Jäger solche „Fälle“ und klauen die Neugeborenen, um sie für die Jagd großzuziehen. Diese kleinen Babys von Julieta allerdings haben keine Chance – zu jung sind sie, um ohne ihre Mutter zu überleben. Leider kommt das sehr oft vor in Andalusien, Galgos sind begehrt bei den Jägern… Mit unendlich traurigen Augen und prallvollen Milchzitzen schaut mich Julieta wenig später aus dem Zwinger heraus an – mir bricht es fast das Herz. Sie hat die Milch im Überfluss, die ihre Kleinen so dringend brauchen, wo auch immer…wenn sie überhaupt noch am Leben sind. Das tut weh...ganz tief drinnen…man steht hilflos vor dem Zwinger, möchte sie trösten und vermag es doch nicht – wie auch? Ihre Babies sind verloren.

Nach diesen aufregenden Stunden geht es kurz nach Hause zum Mittagessen. Julieta geht mir nicht aus dem Kopf, ihre Babies erst recht nicht und auch an das kleine Hundebaby von heute morgen, das jetzt ganz alleine ohne Bruder und Mama verloren und verängstigt im Zwinger sitzt, muss ich ständig denken. Nachmittags fahren wir noch einmal zur Gärtnerei, wieder sehen wir die Hündin. Sie läuft über die befahrenen Straßen hin und her, mir wird ganz schlecht vor Angst… Ich setze mich auf den Bürgersteig mit Leckerlies und versuche sie anzulocken. Keine Chance, sie hat viel zu viel Angst, um mal eben einfach so zu mir zu kommen. Wir wiederholen die Anweisung mit dem Futter und werden natürlich morgen wiederkommen… Nächster Tagespunkt ist die Fahrt zum Tierarzt nach Jaen. Wir haben einen Termin wegen der Bretonin Linda, die erst vor wenigen Tagen eingefangen werden konnte. Sie wurde auch lange Zeit beobachtet und es war sehr dringend, sie endlich von der Straße zu holen. Ich durfte die liebe sanfte Hündin schon heute Vormittag im Refugio kennenlernen. Sie kam sofort zu mir hergehumpelt, voller Vertrauen und schmusebedürftig. Aus der Nähe gesehen bleibt einem vor Schreck erst mal die Luft weg. Nichts als Haut und Knochen, man spürt nichts als das…dazu das kaputte Bein, das sie nicht benutzt und eine alte Wunde in Hüfthöhe, die von einem Unfall stammen könnte… So viel Leid und Elend – man könnte meinen, dass diese Hündin nichts mehr von den Menschen wissen will, nie mehr. Und doch ist sie ohne Angst, lässt sich streicheln, beschmusen und zeigt sich auch neugierig, schnuppert hier und da. Unglaublich… Wir taufen sie Linda, denn sie einfach nur lieb. Mit Linda und dem Baby von heute Morgen fahren wir also nach Jaen. Nach längerer Wartezeit in der Praxis empfängt uns der Tierarzt. Das Baby wird auf ca. 2-3 Monate geschätzt und die Haut wird begutachtet; es ist nichts Schlimmes, immerhin. Linda wird geröntgt. Nach dem Betrachten der Röntgenbilder sieht der Tierarzt gute Chancen für eine Operation. Allerdings muss die OP noch warten. Erst muss Linda gepäppelt werden und ordentlich zunehmen. Vorher ist an eine Operation gar nicht zu denken. Wir erzählen noch von der Galga Julieta und ich frage, ob man ihr denn nicht helfen kann wegen der prall gefüllten Zitzen, sie hat doch sicher Schmerzen dadurch. Der Tierarzt gibt uns Tipps und mit all den neuen Infos im Gepäck fahren wir zurück nach Martos. Es ist schon spät, stockdunkel, und die zwei Hunde müssen wieder zurück in die Zwinger. Im Dunkeln wird der kleine Babyhund zurück in sein Körbchen hinter Gittern gesetzt – er tut mir furchtbar leid. Wenn wir nur die Mutter und seinen Bruder einfangen könnten…

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Tag 3: Besuch aus der Nähe von Malaga hat sich heute angekündigt! Gabi, eine Tierschutzkollegin, die in Italien hilft, und zwei Freundinnen von ihr machen zurzeit in Andalusien ein paar Tage Urlaub. Schon vor Monaten hatte sie sich als Flugpatin bei mir gemeldet und nun möchte ich ihr natürlich auch das Refugio und die Hunde zeigen. Am späten Vormittag kommen die drei Frauen an und wir verbringen ein paar Stunden mit den Hunden auf dem Gelände. Unmengen Fotos werden gemacht, ich lasse viele Hunde raus in den Auslauf, lasse sie spielen und toben und Streicheleinheiten einsammeln. Geschichten über diesen und jenen Hund werden ausgetauscht und natürlich wurde der Treffpunkt am Flughafen ausgemacht für kommenden Samstag. Dann darf nämlich der alte blinde Opa Malito mit Gabi nach Deutschland fliegen! Die Stunden vergehen wie im Flug und schon ist der Tag halb vorbei. Nachmittags nach der Abfahrt der drei kümmerten wir uns um die Hunde, die in den alten Zwingern auf dem Campo untergebracht sind. Dort sind immer noch Hunde, weil das Refugio einfach ständig zu voll ist, um alle dort zu versorgen. Gerade in letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen skrupellose „Menschen“ Hunde einfach über den hohen (!) Zaun auf das Refugiogelände werfen… Auf dem Campo sind im Moment Julieta und Romeo untergebracht. Außerdem warten dort Cisco, Flora und seit gestern Linda und der einsame Babywelpe auf ihre Chance. Der Opa Malito und der Wuschelwelpe Pipo sind auch dort – beide sind blind und tun mir sehr leid im Zwinger. Aber ich weiß, nur noch ein paar Tage und dann geht es für die beiden auf die Reise in ein neues Leben! Auf dem Rückweg nach Hause führt unser Weg wieder an der Gärtnerei vorbei – die Hündin ist nicht zu sehen. Ich hatte so gehofft, die kleine Familie schnell wieder vereinen zu können… Abends sind wir noch in eine Bar eingeladen, um den Geburtstag einer Freundin von Ana zu feiern. Es ist wie immer total nett mit all den lieben Leuten, alle sind fröhlich und reden lebhaft durcheinander. Doch so ganz gelingt es mir nicht, das Erlebte wegzuschieben; meine Gedanken sind bei dem einsamen Welpen im Zwinger, bei Linda, die nur noch Haut und Knochen ist und bei Julieta, die so viel Trauer in den Augen hat…bei Cisco, der nach der Vermittlung seiner Geschwister nach Frankreich nun ganz alleine übrig ist, bei all den anderen Hunden in den Zwingern, die alle so dringend ein Zuhause brauchen.

Familienhund, Spanien, Tierschutz, Hunde in Not, Senioren, Seniorenhilfe, Welpen, Hündin, Rüde, kastriert, Malaga, Hundehilfe, Spenden, Fonds, Stiftung, Hunde suchen ein Zuhause, richtig Vererben, sch Schönes Martos: Olivenhaine so weit das Auge reicht

Tag 4: Schon Mittwoch! Oje, wie schnell rast die Zeit. Übermorgen muss ich schon wieder weg? Das kann doch nicht sein! Aber heute ist ein schöner Tag. Heute treffe ich mich mit meinen lieben Freunden Fanny und Joaquin im Refugio. Wir mailen uns oft und viel, schon seit langem, verstehen uns prima, ja wir haben einfach eine Wellenlänge. Umso mehr freue ich mich auf das Wiedersehen und die Stunden zusammen mit den beiden. Im Refugio helfe ich beim Versorgen der Hunde, spiele mit ihnen im Freilauf und mache auch heute wieder sehr viele Fotos. Ich ziehe meinen Hut vor all den Menschen hier, die den Refugiodienst machen. Im Wechsel kommen jeden Tag zwei Teammitglieder und putzen alle Zwinger, sammeln die Exkremente auf, wischen, schrubben, lassen die Hunde raus, füttern sie, geben frisches Wasser, streicheln und geben Medizin, wenn es notwenig ist usw. – das sind einige Stunden, anstrengende Stunden. Das kann und will nicht jeder machen, schon gar nicht freiwillig und umsonst, neben dem „normalen“ Leben… Nach den Stunden mit den Hunden, die wie immer im Flug vergehen, machen wir für den Spätnachmittag einen Treffpunkt aus. Fanny und Joaquin möchten mir endlich mal die schöne Umgebung von Martos zeigen, sie planen extra für mich einen Spaziergang mitten durch die Olivenhaine rund um diese schöne Stadt. Natürlich fehlt auch heute nicht der Stopp bei der Gärtnerei…leider wieder erfolglos. Ich sehe die Hündin zwischen parkenden Autos herumhuschen, aber es gibt keine Chance, auch nur ein wenig näher an sie heranzukommen. Und währenddessen sitzt der kleine Welpe nach wie vor alleine in seinem viel zu großen Korb im Zwinger und versteht die Welt nicht mehr… Und seine Mutter läuft ständig Gefahr, überfahren zu werden… Der Nachmittag wird wie nicht anders erwartet richtig schön. Wir wandern über die Hügel mit den Hunderten Olivenbäumen, an denen reif die kostbaren Früchte hängen. Bereit für die Ernte, die hier gerade in vollem Gang ist. Ich genieße diese kurze Auszeit und versuche, nicht an die vielen Augen in den Zwingern zu denken, vor allem nicht an Julieta und den kleinen Welpen…

Am Abend treffen sich alle Teammitglieder in einem kleinen Restaurant. „Reunion“ ist angesagt, auf jeden Fall jedes Mal, wenn ich zu Besuch bin. Es ist für mich ein Wiedersehen mit vielen liebgewonnenen Menschen. Einige habe ich ja schon in den Tagen zuvor im Refugio gesehen, andere treffe ich heute Abend zum ersten Mal wieder. Wir tauschen Geschichten aus und ich erzähle natürlich von den Hunden, die ihr Glück schon in Deutschland gefunden haben. Als ich von Careto/Blacky und seiner glücklichen Besitzerin erzähle, hängen sie alle an meinen Lippen – er ist etwas Besonders für alle hier, alle haben ihr Herz an diesen besonderen Hund verloren. Nach einem schönen Abend, oder besser, nach einem Tag gefüllt auch mit vielen schönen Dingen, falle ich schon leicht wehmütig ins Bett. Morgen ist mein letzter Tag hier – wieso vergeht die Zeit so schnell?!

Tag 5:

Letzter Tag – oh nein! Ich will es gar nicht wahrhaben und verdränge es so gut es geht… Natürlich geht es wieder ins Refugio, heute zusammen mit Inma und Silvia, die an diesem Tag „Dienst“ haben. Schon mit dickem Kloß im Hals vor Abschiedsschmerz mache ich nochmals viele, viele Fotos und lasse die Hunde draußen im Freilauf springen und spielen. Viele wollen erst mal lieber schmusen und gerade die schleichen sich direkt mitten in mein Herz…Larios, Tono, Kike, Diana, Jerez, Blanco, Simona, Boca, Riva, Amiga, die klapperdürre Boxerin Wilma, die traurige Dora…die Welpen…ach, alle zusammen, jeder einzelne liegt mir am Herzen. Arturo und Chupete, die zwei Glückspilze, rennen noch einmal quer übers Gelände, bevor sie wieder in den Zwinger müssen, den sich sie seit über einem Jahr teilen. Nur noch für eine Nacht, dann beginnt ein neues Leben für die beiden! Sie ahnen noch nichts davon. So geht der Vormittag dahin und die Zeit läuft, sie läuft viel schneller als mir lieb ist und gezwungenermaßen packe ich am Nachmittag dann mal meine Tasche… Von der Gärtnerei gibt es auch nichts Neues. Die Hündin haben wir heute nicht mal gesehen! Aber die Arbeiter dort versichern uns, dass sie regelmäßig kommt und auch das Futter nimmt. Dass wir sie nicht noch einfangen konnten, um dem kleinen Welpen seine Familie wieder zu bringen, trifft mich besonders hart – es ist doch mein letzter Tag! Ich habe mir so sehr gewünscht, das noch zu erleben, um wenigstens ein wenig erleichtert zurück nach Deutschland fliegen zu können… Aber ein Highlight habe ich heute noch! Spätnachmittags holt mich Toni ab und wir gehen lecker Churros essen. Natürlich darf traditionell die Chocolate dazu nicht fehlen. Estrella kommt auch und gegen Abend sind auch noch Fanny, Joaquin und Noelia dabei. Wir schlendern lange durch das abendliche Martos und mein Herz wird immer schwerer… Trotzdem sind diese Stunden mit meinen Freunden hier ein sehr schöner Abschluss meines Aufenthaltes in Martos. Spät landen wir in einer Bar und lassen den Tag ausklingen. Um Mitternacht gibt es noch einen Geburtstag zu feiern, das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. So wird es zwei Uhr morgens, bis ich hellwach und aufgedreht im Bett liege.

 

Nur wenige Stunden später (waren es 3 oder 4?) klingelt mein Wecker, um mich unsanft daran zu erinnern, dass ich a) viel zu wenig geschlafen habe und b) meine Abreise unmittelbar bevorsteht… Ich will nicht! Inma wartet schon mit laufendem Auto vor dem Haus, Antonio und ich steigen zu und wir fahren zu den Zwingern, um im Stockdunkeln die paar Glücklichen zu holen, die heute in ihr neues Leben reisen dürfen. Mit dem kleinen blinden Pipo auf dem Schoß fahren wir dann drei Stunden lang nach Sevilla zum Flughafen. Nun heißt es wirklich Abschied nehmen. Wie immer gelingt mir dieser Abschied nicht ganz ohne Tränen.

Zu sehr hängt mein Herz hier bei den Menschen, bei den Hunden und deshalb bleibt ein kleiner Teil auch immer hier – bis zum nächsten Mal. Nos vemos...Nicole.

Nachtrag Januar 2012

Nun sind schon wieder ein paar Wochen vergangen und so Vieles ist in der Zwischenzeit wieder passiert. Schönes und Trauriges. Für viele Hunde sind die Zwinger bald Vergangenheit und ein neues, besseres Leben wird beginnen. Darüber bin ich sehr glücklich.

Wilma und Crispin dürfen dieses Glück nicht mehr erleben, das ist sehr hart und die Nachricht über ihren ungerechten Tod hat uns schwer getroffen. Es ist unfair und sinnlos, wieso hatten sie keine Chance?

Der kleine Welpe ist nicht mehr alleine, sein Bruder ist mittlerweile auch gerettet – die beiden heißen jetzt Otis und Asis. Ihre Mutter ist noch auf der Straße, wahrscheinlich wurde sie angefahren, sie hinkt nämlich... Ich habe es komme sehen. Ich hoffe so sehr, dass es gelingt, auch sie bald in Sicherheit zu bringen. Meine Daumen sind gedrückt. Und meine Gedanken sind täglich in Martos – bei all denen, die dort jeden Tag ihr Bestes geben. Für unsere Hunde.

Und hier sind Sie live dabei: Machen Sie sich selbst ein Bild von der liebevollen Tierschutzarbeit unserer spanischen Freunde!

Was aus Ihren Spenden wird: Unser Crispin-Schatz wird kastriert

Ein kleines Beispiel, wie Ihre Spenden verwendet werden, sehen Sie hier: Der liebe Crispin konnte am 12.12.2011 endlich kastriert werden. Liebevoll umsorgt hat er sich schnell von dem Eingriff erholt.

Schon nach wenigen Stunden kann der liebe Teddybär auf dem Freigelände wieder seine Runden drehen...

...und seinem Job als Bewacher des Geländes nachkommen. Danke Ihnen allen, die Sie solche Operationen durch Ihre Spenden möglich machen!

Freilauf statt Zwinger - unsere spanischen Tierschützer machen es möglich!

Von unschätzbar großer Bedeutung ist der tägliche Freilauf, der den Tieren nicht nur Auslauf, sondern Sozialkontakte mit ihren Artgenossen, viele Streicheleinheiten vom Team und einfach eine wichtige Abwechslung zum Zwinger bietet.

Der schwierigste Job von allen: Traurige trösten, Verlassenen Hoffnung geben...

Vielleicht haben Sie selbst ein Haustier? Dann können Sie ein bisschen nachvollziehen, wie es dem Team in Martos täglich ergehen mag, wenn all' die feuchten Nasen und zarten Pfoten durch die Gitterstäbe um Liebe betteln.

Putzen, Streicheln, Füttern - Schichtdienst im Refugio

Beeindruckt sind wir von der liebevollen Betreuung der vierbeinigen Mieter des Refugios durch die spanischen Tierschützer. Nach einem ausgeklügelten Schichtplan kommt jeden Tag ein Mitglied des Teams zum Putzen der Zwinger und Versorgen der Hunde.

Marta - verzweifelt gesucht!

Die Setterhündin Marta wurde lange Zeit um das Gelände des Refugios beobachtet. Nach geduldigem Anfüttern konnte sie schließlich eingefangen werden. Nun darf sie sich im Refugio von ihren Strapazen erholen. Es bedarf einer großen Überzeugung, solch' eine mühevolle Tierschutzarbeit zu leisten. Danke, liebes Martos-Team!

SOS Spendennotfall

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Platz Eins im Sozialverhalten

Unsere Vierbeiner beim "Canicross-Rennen" in Martos

Deutsches Design für spanische Straßenhunde

Wenn Tierschutzengel reisen...

Aktion 2017: Lesen für den guten Zweck

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